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Die Schweißnahtvorbereitung beim WIG-Schweißen: eine optimale Qualität erzielen

Beim WIG-Orbitalschweißen spielt die Schweißnahtvorbereitung eine wichtige Rolle um eine optimale Schweißqualität zu erzielen.

Wir geben hier eine Reihe von Vorschlägen, sowie die Kodifizierung der normalisierten Schweißungsarten und Fügungsmodellen.

Schweißen von dünnen Rohren

Wenn es sich um Schweißungen von dünnen Rohren geht benötigt man generell keine besondere Vorbereitungen der Schweißnaht. Das ist besonders der Fall, wenn die Dicke der Rohre weniger als 3mm betrifft. Für größere Dicken ist es notwendig, eine Schweißnahtvorbereitung zu durchführen, um einen guten Ablauf der Schweißung zu erreichen.

Beim Anfasen ist es die Kante des Werkzeugs, die die Rohranbiegung vollzieht und hier eine bessere Oberflächengarantie bietet als jede andere Schneidlösung. Wenn sehr präzise Oberflächen gefragt sind, so ist dies die richtige Lösung.

Und bei dickeren Rohren?

Zuerst sollte angemerkt werden, dass beim Orbitalschweißen mit Schweißfase mehrere Lagen geschweißt werden. Die häufigsten Formen sind die Fasen in J und V

Eine V-förmige Fase ist beim WIG-Orbitalschweißen nicht zu empfehlen, da man oft ein nicht akzeptables Schweißergebnis erhält mit einer hohlen Naht durch die negative Eindringung. Dies kann leicht vermieden werden mit Verwendung einer J-förmigen Fase mit einem Absatz von etwa 2mm (je nach Rohrdicke). Anschließend genügt es, die Fase auszufüllen.

Also sind zwei Rohrvorbereitungen kompatibel:

  • “Tulpenfase” ohne Flächenverjüngung: Rohre zwischen 3 and 10 mm (nur Richtwert)
  • Tulpenfase” mit Flächenverjüngung (Dicke >10 mm)


Unter Flächenverjüngung versteht man eine leichte Abtragung des Metalls an der Innenseite des Rohres um eine Absatzdicke zu garantieren. Es gibt Toleranzen bei der Herstellung von Rohren, die unregelmässige Dicken auf dem Umfang der Rohre zulassen.

Der Ratgeber für das orbitale Anfasen: die Garantie zu einer sauberen und  hochwertigen Schweißung  >>

Orbitalschweißen: eine standardisierte Definition der Fügeverfahren

Die Kodifiezierung in den Lastenheften wird generell in Buchstaben ausgedrückt, die beschreiben, in welcher Position der Schweißtest ausgeführt wurde. Es ist die Norm NF EN 288-3, die die verschiedenen Kodierungen schreibt (zur Information: die Norm NF EN 15614-1:2005 ersetzt die Norm NF EN 288-3 von Juni 1992 und seine Änderung vom 1. August Die Verbindungsarten wurden bei dieser Änderung nicht betroffen).

Verbindungsarten beim WIG-Orbitalschweißen :
  • P : Blech / Plattee
  • T : Rohr / dickwandiges Rohr
  • BW : Stumpfschweißen
  • FW : Winkelschweißen
  • P-BW : Blech / Platte für Stumpfschweißen
  • T-BW : Rohr / Platte für Stumpfschweißen
  • P-FW : Blech / Platte zum Winkelschweißen
  • T-FW : Rohr / Platte zum Winkelschweißen

Verbindungstypen beim WIG-Orbitalschweißen:
  • SS : einseitige Schweißung
  • BS : beidseitige Schweißung
  • NG : ohne Flächenverjüngung durch Abschliff
  • GG : mit Flächenverjüngung durch Abschliff

Nota: in der Sprache der Schweißer kann die Abkürzung NG auch für das Engspaltschweißen (Narrow Gap) benutzt werden!

 


Bei den verschiedenen Etappen der Rohr vorbereitung vor der Schweißung ist die Anfasung besonders wichtig. Sie bewirkt es, eine saubere und hochwertige Schweißung zu erzielen.

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Geschrieben
Thomas Calleja

Technicien soudage (IWT)

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